Gesundheit / Sport / Wellness 

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Ganzkörperkältetherapie

Was ist Kryotherapie?

Das Wort „Kryo“ kommt aus dem Griechischen (krýos) und bedeutet Frost bzw. Eis. Bei der Kryotherapie erfolgt die Behandlung mithilfe von Kälte z.B. durch Eiswasser, Eiskompressen oder einem Kältegel. Die Kältetherapie kann lokal oder aber als Ganzkörpertherapie erfolgen. In vielen Haushalten befinden sich daher Kompressen in der Gefriertruhe, um bei Prellungen oder sonstigen Verletzungen dem Schmerz Abhilfe zu schaffen.

Man unterscheidet zwischen lokalen Anwendungen und der Ganzkörperkältetherapie.

Die Kryotherapie ist keinesfalls eine neue Behandlungsmethode denn sie wird bereits seit mehreren tausend Jahren praktiziert. Der berühmteste Arzt des Altertums Hippokrates von Kos, welcher auch als Begründer der Medizin gilt, schwor auf die Kältetherapie um Schmerzen zu lindern.

Durch die Umgebungstemperatur von bis zu -160°C in der Kryosauna wird der Körper kurzzeitig (1-3 Minuten) extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt, wobei die Hautoberfläche auf ca. -1° abkühlt. Durch die kurzzeitige Absenkung der Hauttemperatur an den Gefrierpunkt werden starke Reizsignale an das Gehirn gesandt, die das Gesamtsystem zu Massnahmen gegen die drohende Unterkühlung veranlassen. Da die Kerntemperatur des Körpers die 37°C nicht wesentlich unterschreiten darf, wird durch Verengung der peripheren Gefäße sichergestellt, dass der Körper die notwendige Kerntemperatur möglichst lange aufrecht erhalten kann.


Was bewirkt die moderne Kryotherapie?

Während der Kryotherapie wird der Körper innerhalb eines kurzen Zeitraums extremer Kälte ausgesetzt. Das Gehirn glaubt irrtümlich, dass sich der Körper in einer lebensbedrohlichen Situation befindet und versucht umgehend dagegen zu steuern.

Physiologische Veränderungen, die kurzfristig im Gewebe erfolgen:

  • Die Blutgefäße verengen sich während der Sitzung (Vasokonstriktion)
  • Der Zellstoffwechsel wird herabgesetzt
  • Gewebeentzündungen werden abgeschwächt
  • Die Kapillardurchlässigkeit wird herabgesetzt (Kapillarpermeabilität), lokale Wasseransammlungen (Ödeme) werden reduziert
  • Die Nervenleitgeschwindigkeit wird verringert
  • Das übermäßige Zusammenziehen der Muskeln (Muskelkontraktilität) wird gemindert
  • Kurzfristig erhöht sich die Muskelspannung, was langfristig zu einer verminderten Muskelspannung führt
  • Die Fließfähigkeit der Gelenkschmiere (Viskosität der Synovialflüssigkeit) wird erhöht

Behandlungsablauf

Um den vollen Wirkungsgrad der Kryotherapie zu erreichen, sollte bei der Behandlung möglichst wenig Kleidung getragen werden. Die meisten Patienten begehen die Kryosauna in ihrer Unterwäsche, ihre Füße durch warme Socken geschützt. Körperschmuck (wie z.B. Piercings) sind vor der Behandlung zu entfernen. Nach dem Betreten der Kabine passt sich die Kabine der Körpergröße des Patienten an. Durch dieses einzigartige Body-Slider-System wird sichergestellt, dass der Kopf von der Kältetherapie nicht betroffen wird.


Bei der raschen Senkung der Körpertemperatur werden Endorphine und hormonelle Reaktionen, sowie eine signifikante Muskelentwässerung ausgelöst. Diese Therapie wurde entwickelt um chronische Schmerzen zu lindern, die Regenerationszeit der Muskeln bei Sportlern zu beschleunigen und Gewebe Toxine zu beseitigen.


Eine Kryotherapiesitzung bewirkt einen sofortigen Anti-Stress Effekt und sorgt für eine körperliche Erholung, sowie eine gesteigerte Vitalität. In der Sportmedizin ist die Kryotherapie als eine sehr wirksame Methode zur Behandlung nach Muskelläsionen anerkannt. Die Behandlung dauert 1-3 Minuten und findet unter ständiger Aufsicht statt.
Grundsätzlich findet vor jeder Erstbehandlung ein eingehendes Aufklärungsgespräch statt.